Die Anliegenmethode basiert auf der Grundlage der identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT) von Franz Ruppert.

Dieser erforscht seit über zwanzig Jahren die menschlichen Psychotraumata und deren Folgen.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Psychotrauma alltäglich ist, nicht nur in Kriegssituationen kommt es zu einer traumatischen Erfahrung. 

Psychische und körperliche Gewalt, Geburt, Frühbetreuung, Ablehnung der Eltern, nicht dazuzugehören oder gesehen werden, sind nur einige Beispiele, was Psychotrauma bedeutet.

Die Folge davon ist eine gespaltene Psyche und Überlebensstrategien, die wir entwickeln, um die unaushaltbare Situation zu bewältigen. 

 

Diese können sehr vielfältig sein:

 

- Nichts fühlen

- Innere Unruhe

- Beziehungsstörung

- Sucht

- Depressionen

- Permanente Ablenkung 

- Arbeiten bis zum Burnout

 

Auch wenn diese Strategien nicht mehr nötig sind, da die Situation nicht mehr bedrohlich für uns ist, wirken sie weiter, und verhindern so, dass wir diesen Schmerz nochmals fühlen müssen.

Oft werden traumatische Erfahrungen tief vergraben (abgespalten)  und sind nicht mehr in unserem Gedächtnis, wir erinnern uns schlicht nicht mehr an die Situationen, die uns damals so in Not gebracht haben.

Doch im Körper sind sie noch vorhanden, sie wirken als Symptom in uns weiter. Genau mit diesen Informationen ist es möglich an die Ursache zu kommen, sie können durch Aufstellungsarbeit abgerufen werden.

Für unsere Psyche ist es von grosser Wichtigkeit zu wissen was wir erlebt haben, sie braucht Klarheit und Wahrheit um zu gesunden und antrainierte Überlebensstrategien zu verändern.

Die gute Nachricht ist, egal was wir erlebt haben, wir haben immer auch noch gesunde Anteile in uns, die werden bei diesem Prozess gestärkt und können sich immer mehr zeigen.

 

 

Mit dem Anliegensatz können wir schauen, was sich hinter unserem Leid verbirgt. 

 

"Wer bin ich?"

"Was will ich in meinem Leben?"

"Warum kann ich mich nie entscheiden?"

"Wieso habe ich ständig Kopfschmerzen?"

 

Das sind Beispiele, mit denen wir in unserer aktuellen Situation den Link zu unserer Vergangenheit machen können.

Mit jeder Selbstbegegnung (Aufstellung) kommen wir uns ein Stück näher und lernen uns besser kennen. 

 

 

 Wer sich selbst nicht versteht, versteht auch die Welt nicht. (Franz Ruppert)